
Flexibilität führt zum Erfolg
Nach dem Inkrafttreten des revidierten Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation (FIFG) im Jahr 2023 setzte Innosuisse 2024 die neuen Rahmenbedingungen für die Innovationsförderung weiter um und optimierte gleichzeitig ihre Förderinstrumente und Prozesse. Diese Revision betraf die vom Parlament beschlossenen Änderungen, insbesondere die Einführung der direkten Förderung von Start-ups vor dem Markteintritt und von Unternehmen, die sich an internationalen Projekten mit hohem Potenzial beteiligen.
Der Innovationsnachfrage gerecht werden
Wirkung erweitern und mehr KMU erreichen
Innovationsförderung beschleunigt Wachstum und Leistungsfähigkeit
Im Mittelpunkt der Förderung von Innosuisse stehen jedoch weiterhin die Innovationsprojekte zwischen Forschungs- und Umsetzungspartnern. Diese Projekte ermöglichen es unter anderem Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Innovationen zu entwickeln, um wettbewerbsfähiger zu werden, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern und die Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen. Eine kürzlich publizierte Studie der Konjunkturforschungsstelle (KOF) bestätigte den Mehrwert dieses zentralen Förderangebots von Innosuisse. Die Ergebnisse überzeugen: Fünf Jahre nach Abschluss eines Innovationsprojekts erzielen geförderte Unternehmen im Durchschnitt 21% mehr Umsatz und beschäftigen 18% mehr Mitarbeitende als vergleichbare Unternehmen, die nicht von Innosuisse unterstützt wurden. Die Förderung von Innosuisse beschleunigt also das Wachstum und die Leistung der Schweizer KMU und Start-ups.
Förderzusprachen bleiben hoch
Bei einer konstant starken Nachfrage und qualitativ hochstehenden Gesuchen hat Innosuisse 2024 Fördermittel in Höhe von 346 Millionen Franken ausbezahlt (Vorjahr: 356 Millionen Franken). Dies führte in der Erfolgsrechnung zu einem geplanten Verlust von 15.3 Millionen Franken; die freien Reserven reduzierten sich dadurch erwartungsgemäss auf 12.7 Millionen Franken. Auf Ebene der Neuzusprachen hat Innosuisse im Berichtsjahr Fördermittel in Höhe von insgesamt 341 Millionen Franken bewilligt (Vorjahr: 492 Millionen Franken). Der Rückgang um 151 Millionen Franken im Vergleich zum Ausnahmejahr 2023 ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im vergangenen Jahr keine neuen Beiträge für die Flagship-Initiative und die Innovation Booster genehmigt wurden. Zudem war 2024 das verfügbare Budget mit 65 Millionen Franken für neue Swiss Accelerator-Projekte aus der Projektausschreibung 2023 niedriger als im Vorjahr. Innosuisse konnte im Jahresverlauf auch keine neue Projektausschreibung für den Swiss Accelerator lancieren.
Im Mehrjahresvergleich war die Gesamtsumme der Förderzusprachen 2024 jedoch nach wie vor hoch. Dank der laufenden Förderung im Rahmen vom Swiss Accelerator sowie von nationalen und internationalen Projekten konnte Innosuisse auch weiterhin wesentlich dazu beitragen, den Nachteil abzufedern, den KMU und Jungunternehmen durch die Nichtassoziierung der Schweiz am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon Europe erlitten haben.
Nationale und internationale Zusammenarbeit gestärkt
Im Bereich der nationalen und internationalen Zusammenarbeit vertiefte Innosuisse ihre Partnerschaften und baute die Kooperationen aus. Ein Projekt mit dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) zielte darauf ab, die Governance, die Organisation der Geschäftsstelle und den «Discovery»-Teil des BRIDGE-Programms zu optimieren. Damit wird die zwischeninstitutionelle Zusammenarbeit massgeblich vertieft. Der erfolgreiche Abschluss des Projekts schuf eine solide Grundlage für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit und die kontinuierliche Verbesserung dieses gemeinsamen Förderinstruments von Innosuisse und dem SNF.
Auf internationaler Ebene wurde die Schweizer Taftie-Präsidentschaft, die 2024 von Innosuisse übernommen wurde, von den Mitgliedern geschätzt. Sie trug wesentlich zur Festigung der Beziehungen mit den europäischen Innovationsagenturen bei. Im Hinblick auf den Schweizer Vorsitz des Eureka-Netzwerks im Jahr 2025/2026 beteiligte sich Innosuisse bereits 2024 aktiv an den organisatorischen Aktivitäten von Eureka, um ab Juni 2025 voll einsatzfähig zu sein und die Verantwortung zu übernehmen.
Förderperiode geprägt durch Agilität
Das vergangene Jahr bildete das Ende der Vierjahresperiode 2021–2024, die durch eine ausserordentliche Dynamik gekennzeichnet war. In diesem Zeitraum stellte Innosuisse ihre Agilität unter Beweis. Sie lancierte ein Impulsprogramm zur Abmilderung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Zudem stellte sie in kürzester Zeit den Swiss Accelerator auf die Beine, um den Schweizer KMU und Start-ups eine Alternative zum Ausschluss aus dem EU-Programm Horizon Europe zu bieten. Infolge der Revision des FIFG optimierte die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung auch ihre Förderinstrumente. Auf der Grundlage ihrer Werte – Integrität, Offenheit und Tatkraft – verbesserte Innosuisse ihre Prozesse und Förderangebote weiter und schulte ihre Milizpersonen sowie ihre Mitarbeitenden, um Innovationen noch effektiver zu fördern. So konnte sie der wachsenden Nachfrage, der zunehmenden Komplexität des Ökosystems und den steigenden Erwartungen Rechnung tragen.
Die Wirkung der Innovation weiter stärken
Angesichts des zunehmenden internationalen Innovationswettbewerbs dürften die geplanten Mittelkürzungen im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI) im Allgemeinen und für Innosuisse im Besonderen in der nächsten Beitragsperiode Herausforderungen mit sich bringen. Das seit 2023 bestehende Förderportfolio und die gut etablierten Grundlagen erlauben es Innosuisse jedoch, die Förderung strategisch auszurichten, um die Wirkung und den Mehrwert der Innovation entsprechend den Umständen und dem Markt zu maximieren.