Wirkung
Das Wachstum von Unternehmen beschleunigen
Unsere Förderung soll das Wachstum von KMU und Start-ups stärken. Neue Arbeitsplätze, höherer Umsatz und mehr Produktivität sind zentrale Aspekte des «Return on Investment» der staatlichen Innovationsförderung. Lassen Sie uns einen Blick auf entsprechende Ergebnisse des Wirkungsmonitorings werfen.
Die Innovationsbefragung der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich zeigt, dass neben dem finanziellen Anreiz der Zugang zum technologischen Wissen des Forschungspartners das Hauptmotiv der Unternehmen für ein Projektgesuch bei Innosuisse ist. Doch was entsteht aus den geförderten Innovationsprojekten? Können Unternehmen dank dieser risikoreichen Projekte wachsen?
Genau das wollen wir wissen. Deshalb haben wir auch 2024 unter anderem die Wirkung unserer Förderung bei Innovationsprojekten zwischen Unternehmen und Forschungspartnern und beim Start-up-Coaching gemessen. Das Wirkungsmonitoring für die neu lancierten Start-up-Innovationsprojekte beginnt mit dem Abschluss der ersten Projekte im Jahr 2025/26: Fallstudien zu den Start-up-Projekten von Legal-i oder UniSieve stimmen uns jedoch bereits sehr zuversichtlich.
Die Förderung von Innosuisse soll zum Wachstum und zur Wettbewerbsfähigkeit sowohl von KMU als auch von Start-ups beitragen. Wenn wir von Wachstum sprechen, gibt es verschiedene Hebelwirkungen der Innovationsförderung von Innosuisse. Einerseits kann Innosuisse die richtigen Voraussetzungen für Wachstumspotenzial schaffen. Andererseits trägt unsere Förderung direkt zum Wachstum und zur Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei. Innosuisse ist eine treibende Kraft für das Wachstum von innovativen Schweizer Unternehmen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Kennzahlen 2024 dazu.

Gérald Walti
CFO von Innosuisse
INNOSUISSE SCHAFFT WACHSTUMSPOTENZIAL
36% der geförderten Innovationsprojekte sind disruptiv
Als Grundlage für künftiges Wachstum von Unternehmen ist das Potenzial für tiefgreifende Marktveränderungen – sprich disruptive Innovation – von grosser Bedeutung, insbesondere auf den internationalen Märkten. Beim Start-up Coaching beträgt der Anteil der Start-ups, die disruptive Innovationen verfolgen, sogar 69%. Innosuisse stärkt dieses Potenzial weiter durch die Innovation Booster: Radikale Ideen für zukünftige Innovationen werden von den thematischen Innovation Booster unterstützt, was 2024 zu 23 bewilligten Innovationsprojekten und 24 Innovationsschecks führte.
77% der gecoachten Start-ups konnten während des Coaching-Programms erfolgreich Kapital beschaffen
Für Start-ups ist die Beschaffung von Kapital eine ausschlaggebende Voraussetzung für zukünftiges Wachstum. Forschung und Entwicklung sowie die Markteinführung einer Innovation erfordern hohe Investitionen. Deshalb ist Kapitalakquisition ein häufiges Thema im Coaching-Programm von Innosuisse. 11% der gecoachten Start-ups beschaffen während des Beratungsprogramms sogar neues Kapital von über 5 Mio. Franken. Bei 71% der Start-ups hat das Coaching die Kapitalbeschaffung direkt unterstützt.
FÖRDERUNG FÜHRT ZU WACHSTUM BEI UNTERNEHMEN

Bei 60% der KMU erzielen Innovationsprojekte messbare wirtschaftliche Effekte
Drei Jahre nach Abschluss sind über die Hälfte der geförderten Innovationsprojekte (58%) auf dem Markt, im Unternehmen eingeführt oder es ist geplant, die Innovation in den nächsten zwei Jahren einzuführen. Dabei zeigen sich bereits massgebliche wirtschaftliche Effekte bei den Unternehmen. Bei 30% der KMU wächst die Beschäftigung. Sie schaffen damit hochqualifizierte Arbeitsplätze. 28% der Unternehmen steigern ihren Umsatz. Ein Fünftel der Unternehmen hat mehr in Forschung und Entwicklung investiert, sei es in zusätzliche Beschäftigte oder höhere Ausgaben in diesem Bereich.

11 zusätzliche Stellen werden drei Jahre nach dem Coaching durchschnittlich bei den Start-ups geschaffen
Bei Start-ups ist das Wachstum ein bedeutender Indikator. Konkret haben die Start-ups drei Jahre nach Coachingabschluss durchschnittlich rund elf zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen, davon rund die Hälfte in der Schweiz. Im Life Sciences Bereich und bei Start-ups mit hochriskanten Innovationen setzt ein tragendes Wachstum oft später ein. Wichtig für das Wachstum ist auch der konkrete Markteintritt: Bis zum Abschluss des Coachings konnten rund 80% der Jungunternehmen ihre Innovation auf dem Markt lancieren.
4 Wertschöpfungsfranken entstehen durchschnittlich aus einem Förderfranken innerhalb von drei Jahren
Die zusätzlich geschaffenen Arbeitsstellen führen zu Wertschöpfung bei den Unternehmen. So führt ein Förderfranken, der in Innovationsprojekte investiert wird, über einen Zeitraum von drei Jahren zu einer zusätzlichen Wertschöpfung von vier Schweizer Franken bei den Unternehmen. KMU, Start-ups und weitere Unternehmen, die Innovationsprojekte umsetzen, wachsen und können damit neue Arbeitsplätze schaffen.
Dieses Ergebnis des Wirkungsmonitorings bestätigt eine unabhängige Forschung der KOF der ETH Zürich: Unternehmen mit Innovationsprojekten weisen innerhalb von fünf Jahren eine um durchschnittlich 18% höhere Beschäftigung und ein um 21% höheres Umsatzwachstum auf als vergleichbare Unternehmen ohne Förderung. Dieser Befund ist bemerkenswert, da der wissenschaftliche Nachweis eines kausalen Zusammenhangs sehr hohen methodischen Anforderungen genügen muss.
Wirkungsbericht
Die vorgestellten Kennzahlen beziehen sich auf das Berichtsjahr 2024. Eine vollständige Übersicht der Indikatoren finden Sie im Wirkungsbericht, in dem die Zahlen auf Durchschnittswerten mehrerer Jahre basieren.
Zur Methode
Das Wirkungsmonitoring von Innosuisse basiert auf Vollerhebungen bei allen geförderten Umsetzungs- und Forschungspartnern von Innovationsprojekten mit und ohne Umsetzungspartner. Es umfasst zudem KMU, die Innovationsschecks erhalten, sowie alle Start-ups, die am Core Coaching teilnehmen. Die Erhebungen erfolgen in der Regel bei Abschluss der Förderungen und drei Jahre danach. Die vorgestellten Indikatoren stammen aus dem Wirkungsmonitoring 2024 oder sind Mittelwerte über mehrere Jahre. Bei den Innovation Boostern basieren die Zahlen auf Reporting-Daten aller laufenden Initiativen. Die im Monitoring erhobenen Indikatoren beziehen sich auf die strategischen Ziele des Bundesrates und die formulierten Stossrichtungen der Innovationsförderung.