Themenbeitrag
Wachstum beschleunigen
Zusammenarbeit stärkt die Innovationskraft
Innovationen treiben das Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft an. Der rasche technologische Wandel und der globale Wettbewerb stellen KMU jedoch vor Herausforderungen. Wie gehen Unternehmen damit um? Und welchen Beitrag kann die Innovationsförderung leisten? Drei Persönlichkeiten aus dem Verwaltungsrat, dem Innovationsrat und der Geschäftsleitung von Innosuisse teilen ihre Erfahrungen.

«Innovationen sind eine Notwendigkeit, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum von Schweizer KMU sicherzustellen.»
Aude Pugin
Aude Pugin ist CEO von APCO Technologies. Sie trat im Januar 2023 in den Verwaltungsrat von Innosuisse ein. Dieses Gremium ist für die Strategie von Innosuisse verantwortlich.
«Dass unsere Industrie angesichts von Krisen und der kontinuierlichen Aufwertung des Frankens widerstandsfähig bleibt, ist vor allem der Innovation zu verdanken. Sie ist nicht nur disruptiv, sondern bietet auch die Möglichkeit, bestehende Geschäftstätigkeiten zu transformieren und effizienter zu gestalten. Innovation ist eine Notwendigkeit, um die Stellung unserer KMU zu erhalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie ihr Wachstum zu sichern. Innosuisse gewährleistet den Reichtum und die Vielfalt unseres Innovationsökosystems. Sie spielt eine entscheidende Rolle als Katalysator, denn sie unterstützt und vernetzt die Kreise und Personen, die Innovationen schaffen, und diejenigen, die sie umsetzen.»

«Unsere Innovationsprojekte sind ideale Plattformen, um digitale Geschäftsmodelle zu testen und Prototypen umzusetzen.»
Christoph Rüttimann
Christoph Rüttimann ist Chief Technology Officer (CTO) der Bystronic Group und seit 2018 im Innovationsrat von Innosuisse. Er hat in den Jahren 2024 und 2025 den Vorsitz inne. Aufgabe dieses Gremiums ist es, Fördergesuche zu prüfen und darüber zu entscheiden.
«Wir beobachten eine immer grössere Anzahl an Fördergesuchen rund um Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Beide Themen gehen Hand in Hand, denn digitale Innovationen haben das Potenzial, die Nachhaltigkeit von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen zu verbessern. Damit können Schweizer KMU einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erzielen. Das Schöne an digitalen Geschäftsmodellen ist, dass sie sich sehr schnell pilotieren, aufbauen und anpassen lassen. In kleineren Unternehmen sind die Hemmschwellen jedoch häufig gross, weil interne Kompetenzen fehlen. Hier kann Innosuisse helfen und die Zusammenarbeit zwischen KMU und Fachhochschulen oder Universitäten unterstützen. Unsere Innovationsprojekte sind ideale Plattformen, um digitale Geschäftsmodelle zu testen und Prototypen umzusetzen.»

«Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und anderen Firmen ermöglicht es KMU, schlagkräftige Innovationsteams aufzubauen.»
Marc Pauchard
Marc Pauchard ist Chemiker. Er ist seit 2018 Mitglied der Geschäftsleitung von Innosuisse und leitet die Abteilung Wissenstransfer und Internationale Zusammenarbeit.
«Die Digitalisierung verändert die Innovationsprozesse. Insbesondere künstliche Intelligenz liefert neuartige Lösungsansätze, um auf bekannte Kundenbedürfnisse einzugehen. Daneben eröffnen sich auch neue Anwendungen und Geschäftsmodelle. Für kleinere Unternehmen ist es jedoch häufig unmöglich, das nötige Know-how auf eigene Faust aufzubauen. Das gilt auch für neue Verfahren, Designkonzepte und Materialien, die sich für Innovationen nutzen lassen. KMU können ihren Zugang zu entsprechenden Kompetenzen und Ressourcen erweitern, indem sie externe Partner beiziehen. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und anderen Firmen ermöglicht es, neue Ansätze zu entwickeln und durch den gegenseitigen Wissenstransfer schlagkräftige Innovationsteams aufzubauen – ein schweizerisches Erfolgsmodell.»